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Eisenbahn zum Kohletransport zwischen Namibia und Botswana

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Freitag, 4. Februar 2011

Ein offizieller Vertreter der namibischen Regierung hat heute mitgeteilt, dass es Pläne gibt, eine Eisenbahnlinie zwischen dem in Botswana gelegenen Mmamabula Kohlefeld und dem namibischen Hochseehafen Walvis Bay zu bauen. Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase und das Verkehrsministerium rechnet damit, dass in 18 Monaten mit dem Bau begonnen werden kann.

Namibias Direktor für Schienenangelegenheiten im Arbeitsministerium, Robert Kalomo, teilte außerdem mit, dass der Bau der Trans-Kalahari Eisenbahnstrecke fünf Jahre dauern werde und insgesamt zwischen fünf und neun Milliarden US-Dollar kosten werde.

Derzeit investieren viele Länder des südlichen Afrikas in den Ausbau ihres Schienennetzes, mit dem Ziel, mehr Rohstoffe exportieren zu können. Viele der Länder verfügen über große Kohlevorkommen und die stetig steigende Nachfrage nach Kohle auf dem Weltmarkt – besonders der asiatischen Länder – verspricht ein lukratives Geschäft.

Die geplante Schienenverbindung zwischen Mmamabula und Walvis Bay hat eine Gesamtlänge von über 1.500 Kilometern, wobei noch die Option besteht, auch das südafrikanische Waterberg Kohlefeld mit an die Strecke anzuschließen, welches bisher noch unerschlossen ist. 21 Bieterkonsortien haben sich zum jetzigen Zeitpunkt für das Großprojekt beworben, darunter auch die in Kanada gemeldete CIC Energy Cooperation, die in Mmamabula die Kohle fördern will.

Der Zeitplan für das Projekt sieht vor, dass bis Mitte März eine von der Weltbank finanzierte Machbarkeitsstudie abgeschlossen ist und sich bis Mitte des Jahres ein Bewerber gefunden hat, der von Namibia und Botswana den Zuschlag bekommt. Außerdem wird Namibia vermutlich im Hafen von Walvis Bay einen separaten Terminal für die Abfertigung der Kohlelieferungen bauen.

Der für den Schienenverkehr verantwortliche Direktor kündigte darüber hinaus an, dass es erste Pläne für eine Erweiterung des Schienennetzes bis nach Katima Mulilo im äußersten Nordosten des Landes gebe. Die Linie würde durch den schmalen Caprivi-Streifen verlaufen, einen schmalen Verkehrskorridor, der sich zwischen Angola und Botswana erstreckt und Namibia direkt mit Sambia verbindet.

Eine derartige Eisenbahnverbindung würde es dem rohstoffreichen Binnenland Sambia ermöglichen, Mineralien über Namibia in alle Welt zu verschiffen. Bisher kann das Land seine Rohstoffe nur über Dar-es-Salaam im Osten oder eine überlastete Verbindung nach Durban in Südafrika verschicken.

 




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