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Tote bei Massenpanik in Mali

Geschrieben von Eva Kauke   
Dienstag, 22. Februar 2011

Am Montagabend sind bei einer Massenpanik in einem Stadion in Malis Hauptstadt Bamako mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich vor allem um Frauen, aber auch zwei Kinder sollen unter den Opfern sein. Mindestens 70 weitere Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Die Zahl der Todesopfer wird sich daher möglicherweise im Laufe der nächsten Tage noch erhöhen.

Zu dem Unglück kam es im Anschluss an einen Gottesdienst anlässlich des islamischen Maouloud-Festes zu Ehren der Geburt Mohammeds im Modibo-Keita-Stadion in Bamako. Zehntausende hatten sich dort versammelt, um der Predigt des berühmten Imams Ousmane Madani Haidara beizuwohnen. Am Ende der Feierlichkeiten drängten die Massen offenbar in den inneren Bereich des Stadions um sich von dem Imam segnen zu lassen. Die Massenpanik brach nach Angaben des malischen Ministers für innere Sicherheit und zivilen Schutz allerdings erst aus, als hunderte Menschen beim Verlassen des Stadions gegen ein Absperrgitter aus Metall gedrängt und wurden.

Das mit 25.000 Sitzplätzen ausgestattete Stadion war offenbar heillos überfüllt gewesen. Die genauen Ursachen des Unglücks müssen allerdings noch geklärt werden. Bisher scheint es zumindest von den Angehörigen der Opfer keine Anschuldigungen über eine mangelhafte Organisation der Verantwortlichen zu geben. Wie die Nachrichtenagentur BBC berichtet, zeigten die Menschen, die sich gestern am späten Abend vor einer Klinik in der Hauptstadt versammelt hatten, wo die Polizei die Namen der Toten offenlegte, keinen Zorn. Das Unglück werde vielmehr als Wille Gottes angesehen, ein Schicksal, mit dem man nicht hadern sollte.

Es ist nicht das erste Maouloud-Fest im westafrikanischen Staat Mali, in dessen Rahmen Todesopfer zu beklagen sind. Vergangenes Jahr kamen in der Stadt Timbuktu am Abend vor den Feierlichkeiten in einer Moschee 26 Muslime ums Leben. Auch sie wurden in Folge einer Massenpanik zu Tode getrampelt. Begründet wurde das Unglück im letzten Jahr mit einer Baustelle, die zu diesem Zeitpunkt rund um das Gotteshaus verlief.

 




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