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Zyklon Giovanna verwüstet Madagaskar

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Dienstag, 14. Februar 2012

Ein schwerer Tropensturm ist über die vor der Ostküste Afrikas gelegene Insel Madagaskar hinweggezogen und hat für erhebliche Schäden gesorgt. Zyklon Giovanna, der vom Indischen Ozean kommend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 194 km/h auf die Küste der Inselrepublik prallte, riss einfache Hütten, Bäume und Strommasten mit sich und tötete bisher mindestens zwei Menschen.

Besonders schwer betroffen sind die Hafenstadt Tamatave sowie die umliegenden Regionen. Tamatave liegt etwa 200 Kilometer von der madegassischen Hauptstadt Antananarivo entfernt an der Ostküste der Insel, nahe der Stelle, an der der Sturm auf das Land traf. Bereits seit zwei Tagen regnet es dort in Strömen, die Stromversorgung ist unterbrochen und Schulen und Büros wurden geschlossen. Die Hauptverbindungsstraße in Richtung der Hauptstadt soll aufgrund eines Erdrutsches vorübergehend nicht mehr passierbar sein.

In Antananarivo selbst haben die Behörden zeitweise den Strom abgestellt, Autofahrer dazu aufgerufen nicht mehr zu fahren und Geschäfte dazu angehalten geschlossen zu bleiben. Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Todesopfer in den nächsten Tagen noch steigen könnte. Darüber hinaus hat der Zyklon tausende Menschen obdachlos gemacht; viele Madagassen leben in einfachen Hütten aus Bambus und Palmwedeln, die den Sturm nicht standhalten konnten.

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, ist der Ostküste Afrikas vorgelagert und liegt für Tropenstürme exponiert im Indischen Ozean. Insbesondere in der Regenzeit von Februar bis Mai kommt es häufig zu schweren Stürmen. Im Jahr 2008 fegte Zyklon Ivan über die Insel hinweg, tötete mehr als 80 Menschen und zerstörte die Wohnungen von über 200.000.

Die US-Weltraumbehörde NASA erwartet, dass sich Giovanna, ein Zyklon der Kategorie 4, abschwächen wird, während er Madagaskar überquert. Anschließend könnte er aber im Kanal von Mosambik erneut an Kraft zulegen, bevor er im südlichen Mosambik auf das afrikanische Festland trifft.

 

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