Zwischen den östlichen und den westlichen Staaten bildet Libyen die Schnittstelle. Als viertgrößter Staat Afrikas wurde er in früheren Zeiten kaum von Touristen besucht. Doch dies hat sich nun geändert. Libyen kann sehr wohl gut mit den anderen afrikanischen Touristenzielen mithalten.
Zu den Höhepunkten einer Libyenreise gehören sicherlich die spektakulären Touren durch die Sahara sowie die römischen Baudenkmäler und Ruinen. Diese zeigen den kulturellen Reichtums der Libyschen Geschichte. Manche dieser Bauten sind sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden- zum Beispiel die Ruinen von Leptis Magna. Diese liegen 123 km östlich von Tripolis und gehört zu den wenigen antiken Städten der Welt, die noch fast vollständig erhalten sind. So können Besucher den servischen Triumphbogen, die Basilika sowie das Alte Forum bewundern. In früheren Zeiten war diese Stadt ein großes Handelszentrum. Dort wurde vor allem mit exotischen Tieren gehandelt, wie zum Beispiel Löwen und Elefanten, da diese besonders für die römischen Zirkusspiele begehrt waren.
Oder besuchen Sie die Oasenstadt Ghandames. Sie befindet sich im so genannten Dreiländereck von Libyen, Tunesien und Algerien. Besonders sehenswert ist diese Stadt, da sie zum größten Teil aus Stampflehm errichtet wurde. Sie trägt den Namen die „unterirdische Stadt“, da viele Gassen überbaut wurden. Faszinierend ist, dass die libysche Regierung neue, moderne Gebäude errichten lies, jedoch die Menschen in den heißen Monaten die traditionellen Lehmgebäude vorzieht, da sie diese besser vor der Hitze schützen.
Auch die libysche Hauptstadt ist einen Besuch wert. Tripolis ist zwar eine Stadt, die nur noch wenig gut erhaltene Bauwerke aus der römischen Zeit vorweisen kann, allerdings sind diejenigen, die noch stehen besonders atemberaubend. So wie der Triumphbogen der zu Ehren Marc Aurels gebaut wurde. Er stammt noch aus dem 2. Jahrhundert und ist in sehr gutem Zustand. Auch gibt es zahlreiche Museen in der Stadt, u. a. das Islamische Museum sowie das Archäologische Museum.