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Bisher größte Offensive der Nato in Tripolis |
| Geschrieben von Eva Kauke | |
| Mittwoch, 25. Mai 2011 | |
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Am Dienstag flog die NATO die bisher größte Angriffswelle auf Libyens Hauptstadt Tripolis seit Beginn der militärischen Offensive gegen das Regime des selbsternannten Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi im März. Innerhalb von nur rund 30 Minuten sollen am Dienstagmorgen bis zu zwanzig Angriffe aus der Luft erfolgt sein. Ziel war unter anderem offenbar ein Fuhrpark der Gaddafi-Truppen in Tripolis gewesen. Durch die Angriffe auf das Depot sollte die weitere Versorgung der Soldaten Gaddafis mit Kriegsgerät und Fahrzeugen unterbrochen werden. Nach Angaben eines Sprechers der libyschen Regierung wurden bei den Angriffen mindestens drei Zivilisten getötet und rund 150 weitere zum Teil schwer verletzt. Ein Sprecher der militärischen Allianz bestätigte, dass es sich bei den Angriffen am Dienstag um die größte Offensive in einem abgegrenzten Gebiet gehandelt habe. Diese Strategie der präzisen Angriffe soll nun ausgeweitet werden. Großbritannien und Frankreich gaben bekannt, ab sofort auch Kampfhubschrauber in Libyen einsetzen zu wollen. Damit sind gezieltere Angriffe möglich als mit den Kampfjets, die bisher für den Einsatz verwendet werden. Dadurch soll das Risiko verringert werden, dass Zivilisten Opfer der Angriffe werden. Auf der anderen Seite erhöht der Einsatz von Kampfhubschraubern das Risiko von Verlusten in den eigenen Reihen, da die Hubschrauber im Vergleich zu den Kampjets für die Truppen Gaddafis ein leichteres Ziel abgeben. Frankreich hat entsprechende Maßnahmen bereits in die Wege geleitet und einen Hubschrauberträger in Richtung Libyen geschickt, während Großbritannien den Einsatz von Kampfhubschraubern noch überprüft. Auch Spekulationen über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen der NATO werden immer lauter. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, sind bereits diverse Eliteeinheiten in Libyen am Boden aktiv, wo sie Ziele für Luftangriffe ausmachen. Dass die Kampfjets nun von Kampfhubschraubern abgelöst werden sollen, ist laut der Tageszeitung außerdem ein erstes Indiz für einen breiter angelegten Einsatz von Bodentruppen. Dieser wird durch die bestehende Resolution der Vereinten Nationen jedoch bisher nicht legitimiert. |


