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Fortschritte im Kampf gegen Malaria

Geschrieben von Eva Kauke   
Dienstag, 18. Oktober 2011

Malaria zählt zu den häufigsten Todesursachen auf dem afrikanischen Kontinent. Vor allem Kinder werden leicht zu Opfern der von Mücken übertragenen Erreger. Ein Bericht der Organisation „Roll Back Malaria Partnership" (RBM), der vor Kurzem veröffentlicht wurde, gibt Grund zur Hoffnung, dass in Zukunft immer weniger Menschen dieser Krankheit, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen Regionen der Erde vorkommt, zum Opfer fallen werden. Die in dem Bericht dargestellten Angaben basieren auf Untersuchungen des Globalen Malaria Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der an Malaria verstorbenen Menschen dem Bericht zufolge weltweit um mehr als 20 % gesunken. Immer mehr Ländern gelingt es außerdem, die Malaria gänzlich auszurotten. Dennoch sterben jedes Jahr über 780.000 Menschen weltweit durch den Malariaerreger. Eine traurige Zahl für eine Krankheit, für die es heute eine große Palette an Preventions- und Behandlungsmaßnahmen gibt. Es bedarf mehr als das Verteilen von Moskitonetzen, um eine endemisch auftretende Krankheit wie die Malaria gänzlich auszurotten. Neben hochmodernen Techniken, durch die der Erreger systematisch kontrolliert werden kann, ist soziale sowie wirtschaftliche Stabilität und eine gute Regierungsführung unerlässlich, um die Malaria dauerhaft aus einem Land oder einer Region zu verdrängen, heißt es in dem Bericht.

In Afrika ist die Malaria in fast allen Regionen vorhanden. Lediglich in vier Ländern ist die Krankheit nicht endemisch, nämlich in Lesotho, Mauritius und auf den Seychellen, in Algerien kommt die Krankheit nur noch sehr selten vor. Auch der Inselstaat Kap Verde ist in der letzten Phase vor der Ausrottung der Malaria angekommen. Aber auch im südlichen Afrika ist die Zahl der Malariaerkrankungen in den letzten Jahren signifikant gesunken. In dem Bericht der RBM werden gute Prognosen abgegeben, dass die Malaria in dieser Region in naher Zukunft ebenfalls vollständig ausgerottet werden kann.

Durch umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit wurden dem Bericht der RBM zufolge im vergangenen Jahrzehnt allein in Afrika 1,1 Millionen Menschenleben gerettet. Das bedeutet einen Rückgang an Todesfällen durch Malaria um fast 40 %.

 




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