Länder in Afrika
- Ägypten
- Äthiopien
- Algerien
- Angola
- Äquatorialguinea
- Benin
- Botswana
- Burkina Faso
- Burundi
- Dschibuti
- Elfenbeinküste
- Eritrea
- Gabun
- Gambia
- Ghana
- Guinea
- Guinea-Bissau
- Kamerun
- Kenia
- Kongo (Dem. Rep.)
- Kongo (Rep.)
- Lesotho
- Liberia
- Libyen
- Madagaskar
- Malawi
- Mali
- Marokko
- Mauretanien
- Mosambik
- Namibia
- Niger
- Nigeria
- Ruanda
- Sambia
- Senegal
- Sierra Leone
- Simbabwe
- Somalia
- Südsudan
- Sudan
- Südafrika
- Swasiland
- Tansania
- Togo
- Tschad
- Tunesien
- Uganda
- Zentralafrikanische Republik
Kap Verdes Ex-Präsident gewinnt Mo-Ibrahim-Preis |
| Geschrieben von Lukas Niemeyer | |
| Montag, 10. Oktober 2011 | |
|
Der ehemalige Präsident Kap Verdes, Pedro Verona Pires, ist mit dem Mo-Ibrahim-Preis für gute Regierungsführung ausgezeichnet worden. Die mit fünf Millionen US-Dollar dotierte Auszeichnung ist der weltweit am höchsten dotierte Preis für eine einzelne Person. Das Vergabekomitee begründete die Entscheidung damit, dass Pires entscheidend dazu beigetragen habe, das westafrikanische Inselarchipel zu einer stabilen Vorzeigedemokratie zu machen, in der der Wohlstand kontinuierlich wächst. Der vom sudanesisch-stämmigen Mobilfunkunternehmer Mo Ibrahim gestiftete Preis soll jährlich an einen demokratisch gewählten, afrikanischen Staatsmann vergeben werden, der sein Amt freiwillig wieder verlassen hat. Die vergangenen zwei Jahre wurde der Preis nicht vergeben, da es nach Auskunft des Komitees keinen geeigneten Kandidaten gegeben habe. Mo Ibrahim hat den Preis ins Leben gerufen, da seiner Meinung nach viele Präsidenten des subsaharischen Afrikas aus ärmlichen Verhältnissen stammen und fürchten, wieder in die Armut abzurutschen, sobald sie ihr Amt verlassen. Daher, glaubt Ibrahim, versuchen viele, möglichst lange an der Macht zu bleiben. Der von ihm gestiftete Preis wird über einen Zeitraum von zehn Jahren in jährlichen Raten zu 200.000 US-Dollar ausgezahlt. Vor Pedro Pires wurden bereits Botswanas Ex-Präsident, Festus Mogae sowie der mosambikanische Staatsmann Joaquim Chissano ausgezeichnet. Der diesjährige Preisträger spielte in den 1970er Jahren eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die portugiesische Kolonialherrschaft und wurde 1975 Premierminister Kap Verdes. 2001 wurde er in das Präsidentenamt gewählt, welches er nach zwei Amtszeiten wieder niederlegte. Aufkommende Forderungen, die Verfassung zu ändern, um damit eine dritte Amtszeit zu ermöglichen, wies Pires umgehend von der Hand. Er verwies damals auf sein Vertrauen in die Gesetze und Dokumente, die einen Rechtsstaat ausmachen. Die anschließenden Wahlen im Augsut diesen Jahres gewann der Oppositionspolitiker Jorge Carlos Fonseca. Das Vergabekomitee des Mo-Ibrahim-Preises lobte Pires „Bescheidenheit“ und seine „persönliche Integrität“. |


