Guinea liegt in Westafrika direkt an der Küste des Atlantischen Ozeans. Betrachtet man eine Karte von Guinea, sieht man, dass die flache Küstenregion nach Osten hin schnell ansteigt. Das macht den Reiz des Landes aus. Von Conakry – der Hauptstadt Guineas – aus, kann man die Strände und vorgelagerten Inseln entdecken gehen, bevor man anschließend in die bewaldeten Berghänge des Hinterlandes reist.
Conakry ist die größte Stadt des Landes. Besonders am Anfang des 20. Jahrhunderts erfreute sich die Stadt großer Beliebtheit und wurde mit den Beinamen das „Paris Afrikas“ oder „Klein- Marseille“ bezeichnet. Aber auch heute noch vermittelt die Stadt einen sympathischen Eindruck und schafft durch das musizieren vieler Live-Bands eine angenehm belebte und fröhliche Atmosphäre. Im Nationalmuseum gibt es einige Ausstellungsstücke zu kunstfertigen Statuen undMasken.
Auch die Faysal-Moschee, die größte Moschee Schwarzafrikas, ist sehenswert. Weitere Besuche kann man dem Mausoleum Camayenne und dem Volkspalast abstatten oder einen Spaziergang durch den kleinen botanischen Garten machen.
Die Los-Inseln, direkt vor der Küste der Stadt, laden dazu ein, sich an den von Palmen umgebenen Sandstränden etwas Ruhe und Erholung zu gönnen.
Für Sportliche und Wanderfreunde bietet Guinea ein reichhaltiges Angebot, die schönen Landschaften des Regenwaldes zu erkunden. Das Fouta Djalon Plateau gilt als eines der wunderbarsten Wandergebiete in ganz Westafrika und kann auch in längeren geführten Trekking- Touren erkundet werden.
Auch auf den Elefantenpfaden der Region Guinée Forestiére kann man gut wandern und natürlich, wie der Name schon sagt, Elefanten beobachten. Der höchste Berg Guineas, der Mount Nimba (Höhe: 1752m), kann ebenfalls mit einer geführten Tour erklommen werden und bietet eine herrliche Aussicht über das umliegende Gebiet, das das Herz jedes Naturliebhabers erfreuen wird. Das Gebiet um den Mount Nimba wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, da es sich durch seine große Artenvielfalt auszeichnet.
Aber in Guinea gibt es nicht nur Natur, Sonne und schöne Strände. Das Land ist politisch sehr instabil und es gehen immer wieder Bilder aus Guinea um die Welt, die blutige Auseinandersetzungen der Regierung Guineas mit der Opposition zeigen. Aber es besteht Hoffnung, dass die Lage sich ändert. Nachdem der letzte Präsident Guineas, Lansana Conté (der seit 1984 an der Macht war) im Jahr 2008 starb, besteht nun die Chance auf einen Neuanfang. Noch dieses Jahr sollen demokratische Neuwahlen stattfinden – vielleicht besteht dann wieder die Chance, in Frieden Guineas bezaubernde Natur und seine gutmütigen Menschen zu erleben.
Detailinformation - Guinea
Damit sie wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie nach Guinea reisen, bietet ihnen diese Seite einige Hintergrundinformationen zu wichtigen Themenbereichen:
Die politische Situation in Guinea ist zum aktuellen Zeitpunkt als instabil zu bezeichnen. Nach anhaltenden Unruhen versucht ein Übergangs-Präsident in Guinea demokratische Wahlen zu verwirklichen.
Die nationale Fluggesellschaft Air Guinée hat 2002 den Flugverkehr eingestellt. Es fliegen aber etliche europäische Fluglinien das Land an, wobei die meisten nicht direkt fliegen.
Die medizinische Versorgung in Guinea entspricht nicht den Standards, die man aus Europa gewöhnt ist. Die Regierung Guineas kümmert sich wenig um eine entsprechende Infrastruktur.
In der Hauptstadt Conakry finden sich einige Hotels mit gehobenem Standard. Auch in einigen anderen größeren Städten des Landes gibt es komfortable Hotels.
Das Klima in Guinea ist tropisch, das heißt es ist hat ganzjährig hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die durschnittliche Jahrestemperatur in Conakry ist beispielsweise 29° Celsius tagsüber (nachts auch noch 23° Celsius).
Um Ihre Reise optimal planen zu können, können vorab einige Telefonate nach Guinea notwendig sein, beispielsweise für Hotelreservierungen oder um ein Auto anzumieten.
In Guinea gibt es eine Menge verschiedener Sehenswürdigkeiten für sie zu entdecken. Nicht nur an der Bilderbuchküste und in der Hauptstadt Guineas, sondern auch im Hinterland.
In Guinea gehören etwa 85 Prozent der Bevölkerung dem islamischen Glauben an. Als Tourist sollten sie sich deshalb aus Respekt an islamische Sitten halten.
Der Guinea-Franc (Franc Guinéen) ist die Währung in der ehemaligen französischen Kolonie Guinea. Er wurde 1986 von der Regierung Guineas eingeführt und löste den Syli ab.
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