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Eröffnung von Schlingensiefs Operndorf wie geplant im Oktober

Geschrieben von Eva Kauke   
Dienstag, 17. Mai 2011

Das Operndorf in Burkina Faso war eines der letzten Projekte, für das der Regisseur Christoph Schlingensief vor seinem Tod den Grundstein legte. Der erst 49-jährige verstarb im August vergangenen Jahres an einer Krebserkrankung. Mit seinem Traum von einem Operndorf in Afrika hat er vielen Menschen in Burkina Faso ein großes Geschenk gemacht. Neben einer Schule, in der neben Mathematik und Französisch auch Musik und Kunst eine wichtige Rolle spielen sollen, sind auf dem Gelände in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou zahlreiche weitere Projekte geplant. Darunter eine Krankenstation, landwirtschaftliche Flächen um die Selbstversorgung des Operndorfes zu gewährleisten sowie Werkstätten, um die Kulissen für die Theaterprojekte selbst herstellen zu können.

Das Operndorf mit dem Namen „Remdoogo“ lag dem verstorbenen Regisseur ganz besonders am Herzen. Das betonte er in zahlreichen Interviews vor seinem Tod. Dass das anfangs von vielen Seiten belächelte Projekt in Afrika so erfolgreich weiterverfolgt wird, ist zum Großteil Schlingensiefs Frau Aino Laberenz zu verdanken. Sie übernahm nach dem Tod ihres Mannes die Leitung des Projekts. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in Berlin bestätigte Laberenz, dass die Grundschule wie geplant im Oktober dieses Jahres eröffnen werde. Die Unruhen, die bereits seit Februar in Burkina Faso für Unsicherheit sorgen, haben den Verlauf der ersten Bauphase nicht beeinträchtigt.


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Unterstützt wird das Operndorf „Remdoogo“ unter anderem vom Auswärtigen Amt, vom Goethe-Institut und von der Bundeskulturstiftung. Spenden, die die Fertigstellung der ersten Bauphase sicherten, kamen aber auch von ehemaligen Kollegen Schlingensiefs. So sammelte zum Beispiel das Berliner Ensemble im Februar 120.000 Euro für das Operndorf. Und auch die Familie des Regisseurs leistete einen großen Beitrag zur Finanzierung von Schlingensiefs großem Traum. So wurden beispielsweise die Trauergäste gebeten, anstatt Blumen zu schicken Geld für das Projekt in Burkina Faso zu spenden. Ganz besonders glücklich ist Aino Laberenz darüber, den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler als Schirmherren des Projektes gewonnen zu haben.

 

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