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Sitten & Gebräuche - Algerien

SittenGebraeuche.gifVor einer Reise nach Algerien sollte man sich bewusst machen, dass der arabische Einfluss und die islamische Religion in Algerien dominieren. Als „Fremder“ ist es geboten, sich mit den Sitten und Gebräuchen im Land vertraut zu machen und diese zu achten. Auch die Feiertage in Algerien sollten dabei beachtet werden.

Der Kleidungsstil sollte nicht zu freizügig ausfallen (besonders beim Besuch von Moscheen und anderen heiligen Stätten ist langärmlige Kleidung angebracht). Ziehen sie unbedingt ihre Schuhe aus, bevor sie eine Moschee betreten.

Außerdem gilt es in der arabischen Kultur als beleidigend, wenn die Fußsohle in die Richtung (speziell auf das Gesicht) einer anderen Person zeigt. Das gewinnt an Bedeutung, wenn man die Beine überschlägt (die Fußsohle sollte dabei nicht zur Seite zeigen) oder wenn man auf dem Boden sitzt.

Im Gegenzug ist die Gastfreundschaft der Algerier sehr groß. Falls ihnen die Ehre zu Teil wird, dass sie zu einer Person nach Hause eingeladen werden, ist ein kleines Gastgeschenk als Geste angebracht (Gebäck, Früchte, Blumen, etc. - kein Alkohol!). Einladungen sind allerdings nur dann ernst zu nehmen, wenn sie nicht nebenbei aus Höflichkeit ausgesprochen werden, sondern direkt oder wiederholt geäußert werden; in diesem Falle wäre eine Ablehnung eine schwere Beleidigung (ganz davon abgesehen, dass sie eine einmalige Chance bietet, einen authentischen Blick in das wirkliche Leben der Leute zu werfen). Ziehen sie auf jeden Fall die Schuhe aus, bevor sie das Haus der Familie bzw. der Person betreten.

Die Begrüßung in Algerien fällt traditionell ausgiebig aus (gegenüber Touristen wird sie aber oft verkürzt). Außer dem Handschlag – für den man unbedingt die rechte Hand benutzen sollte, die Linke gilt als unrein – gehört auch ein allgemein gehaltenes Gespräch über das Befinden, die Familie, etc. zur Begrüßung. Stellen sie keine zu intimen Fragen (besonders nicht über die Ehefrau) und vermeiden sie als Mann zu langen Augenkontakt mit Frauen. Begrüßen sie als Mann eine Frau, nicken sie ihr zunächst zu und warten sie ab, ob ihnen die Hand ausgestreckt wird. Als Frau kann es ihnen passieren, dass Geistliche ihnen nicht die Hand reichen. Das ist nicht ein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern religiös begründet.

Der Austausch von Zärtlichkeiten (auch Händchenhalten) zwischen Personen unterschiedlichen Geschlechts in der Öffentlichkeit ist verpönt und nicht zu empfehlen. Wenn sie jedoch zwei Männer Hand in Hand gehen sehen, ziehen sie keine voreiligen Schlüsse (Homosexualität ist in Algerien strafbar) – das gilt lediglich als Zeichen der Freundschaft und ist in vielen Kulturen weltweit üblich.

 

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