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Konferenz zum Klimawandel in Addis Abeba

Geschrieben von Eva Kauke   
Mittwoch, 8. September 2010

Nach drei Tagen endet heute in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba die Afrikanische Konferenz über Landwirtschaft, Nahrungssicherheit und Klimawandel. Die Konferenz, einberufen von der Kommission der Afrikanischen Union, ist eine Vorbereitung auf die gleichnamige Konferenz in Den Haag, in der Anfang November Akteure aus aller Welt die Themen Landwirtschaft, Nahrungssicherheit und Klimawandel in globaler Sicht diskutieren werden.

In Addis Abeba wurde in den vergangenen drei Tagen über Afrikas Standpunkt zu diesen Themen diskutiert. Bereits in der Eröffnungsrede wies Tumusiime Rhoda Peace, die Beauftragte für ländliche Ökonomie und Landwirtschaft der Afrikanischen Union, darauf hin, dass diese Themenbereiche mit ernsten Folgen verbunden sind, wenn nicht sorgfältig mit deren Problematik umgegangen wird. Besonders wichtig sei, dass die Aspekte, die Landwirtschaft und Nahrungssicherheit betreffen, in die Debatte um den Klimawandel mit einbezogen werden.

Afrika will in Zukunft einen aktiveren Part in dieser Debatte einnehmen, das wurde auf der Konferenz in Addis Abeba deutlich hervorgehoben. Vor allem aber muss und will Afrika seinen eigenen Standpunkt zu den Themen Landwirtschaft, Nahrungssicherheit und Klimawandel definieren und entsprechende kontinentspezifische Maßnahmen entwickeln. Tumusiime Rhoda Peace betont, dass ein nachhaltiges Landmanagement den negativen Folgen des Klimawandels in Afrika entgegenwirken kann. Daneben müssen aber auch weitere Entwicklungsziele wie die Armutsbekämpfung, wirtschaftliche Entwicklung und Nahrungssicherheit in den einzelnen Ländern des Kontinents verstärkt in Angriff genommen werden.

Beim letzten Gipfeltreffen der Afrikanischen Union im Juli 2009 wurden bereits drei konkrete Maßnahmen festgelegt, die in diesem Zusammenhang verfolgt werden sollen. Zum einen soll ein klar definierter Rahmen für den Umgang mit dem Klimawandel in Afrika festgelegt werden. An zweiter Stelle steht das Zusammentragen von Expertenwissen zum Thema Klimawandel, mit besonderer Beachtung von Kohlenstoffverbindungen zur Minderung der negativen Folgen. Als dritter Punkt wurde auf dem Gipfeltreffen festgelegt, dass ein intersektorales Ministerium in Afrika gegründet werden soll, welches die Verantwortlichen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser und Umwelt miteinander verbindet. Dadurch soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Ministerien erleichtert werden, um den Umgang mit dem Klimawandel und seinen Folgen für den afrikanischen Kontinent effektiver zu gestalten.

 




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